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Leichtathletik bei den Neuköllner Sportfreunden

I. Erfolgreiche Leichtathleten in der 100-jährigen Vereinsgeschichte

Bereits im Jahre 1924 war Paul Sievert der erste Deutsche Meister, der das "rote N" auf dem Wettkampftrikot trug. Sievert gewann die Deutsche Meisterschaft im 50-Kilometer-Gehen sogar in Weltrekordzeit von 4:34:03 Stunden. Zuvor war er bereits Brandenburgischer Meister im 5000-Meter-Gehen geworden und hatte einen Deutschen Rekord über 15 Kilometer und einen weiteren Weltrekord über 25 Kilometer aufgestellt.

Sein Vereinskamerad Arthur Schwab, der schon 1920 die erste Brandenburgische Meisterschaft im 25-Kilometer-Gehen für sich entschieden hatte, wurde Fünfter der Olympischen Spiele 1924 im 10-Kilometer-Gehen, startete allerdings für die Schweiz, wo er im Folgejahr über 3 und 10 Kilometer Landesmeister wurde.

Sievert verteidigte 1925 souverän seinen Deutschen Titel und förderte gemeinsam mit Arthur Schwab vorbildlich die Nachwuchsarbeit, sodass die Neuköllner Sportfreunde zu dieser Zeit das stärkste Geherteam Europas, vielleicht sogar der Welt stellten.

Leider nur noch für die Schweiz startend stellte am 08.10.1934 an den Internationalen Lauftagen in Riga A. T. Schwab auf der 20-Meilen-Strecke (engl. Meilen = 32,186 km) mit 2:42:13 Std. einen neuen Weltrekord auf !!! Der alte WR war aus dem Jahre 1870 und wurde durch den englischen Geher Tom Griffith in London aufgestellt.
1932 hatte A.T.Schwab an den Olympischen Spielen in Los Angeles teilgenommen, aber wegen Krankheit die 50 km Gehen aufgeben müssen.
Bei den Europameisterschaften der Leichtathletik in Turin 1934 wurde Schwab Vizeeuropameister hinter dem Letten Janis Dahlinsch.
1936 gewann A.T.Schwab bei Olympia in Berlin die Silbermedaille hinter dem Briten Witlock auf der 50 km Distanz.

Im Jahre 1976 ließ dann ein Mann aufhorchen, der im Lang- und Mittelstreckenlauf in Berlin über drei Jahrzehnte das Maß aller Dinge darstellte. Ingo Sensburg wurde sensationell Halleneuropameister über 3000 Meter. Er ist der absolute Berliner Rekordmeister in allen Sportarten, denn er sammelte insgesamt rund 200 Berliner Meistertitel. Mit seinen zwei Seniorenweltmeisterschaften und zahlreichen weiteren Titeln brachte es Ingo Sensburg in seiner Karriere auf insgesamt weit über 250 Goldmedaillen und unzählige Platzierungen.

Ende der 80er Jahre prägte vor allem eine junge Langstreckenläuferin das Bild der erfolgreichen Neuköllner Sportfreunde. Kerstin Pressler gewann mehrere Deutsche Meisterschaften im Cross- und Straßenlauf, war Olympiateilnehmerin in Seoul 1988, WM-Teilnehmerin in Rom und krönte ihre Karriere mit dem Mannschafts-Weltmeistertitel im Straßenlauf.

Ebenfalls aus der Leichtathletikabteilung kam ein Sportler, der innerhalb kürzester Zeit in die Weltspitze sprang. Der Hochspringer Martin Buß wurde quasi aus dem Nichts Berliner-, Norddeutscher und Deutscher Jugendmeister und lehrte sogar den Männern das Fürchten. 1995 krönte er seine Mitgliedschaft bei den Neuköllner Sportfreunden mit der Junioren-Vizeeuropameisterschaft im Hochsprung.

2001 –mittlerweile für einen anderen Verein startend– gewann er in Edmonton sogar die Hochsprung--Weltmeisterschaften, 1999 hatte er bereits WM-Bronze geholt.

II. Aktuelle Trainingsgruppen unserer Abteilung

Trainingsgruppe Trainingsinhalt

U8 / U10 / U12
(Jahrgänge 2006 und jünger)

Kinderleichtathletik:
spielerische Annäherung an die Disziplinen der Leichtathletik, Grundlagenausbildung, viele Spielformen und Staffelspiele, regelmäßige Teilnahme an Schülerwettkämpfen (Dreikampf aus 50m, Weitsprung, Ballwurf; 800m/1.000m, 4x50m-Staffel) und Kinderläufen
U14 / U16
(Jahrgänge 2002-2005)
Schülerleichtathletik:
Aufbautraining, breite Ausbildung aller Disziplinen mit Schwerpunktbildung, Verbesserung einzelner Techniken, Aufbau von Schnellkraft und Koordination, Vorbereitung talentierter Athleten auf das Kadertraining, regelmäßige Teilnahme an Wettkämpfen (Mehrkämpfe, Einzel- und Blockmeisterschaften, DSMM, Mittel-strecken, Staffeln)
Jugend & Erwachsene Sprint/Lauf:
Kurz-, Mittel- und Langstrecke mit verschiedenen Einheiten wie Dauerläufen, Tempoläufen, Krafttraining etc., regelmäßige Teilnahme an regionalen und nationalen Meisterschaften

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